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Mediation Konfliktlösung Hannover

Mediation - Das Wesentliche in Kürze

Vor Gericht streiten kostet viel Geld und bringt sel- ten den gewünschten Erfolg. Seit einigen Jahren gewinnt eine Alternative an Bedeutung:
                        
Mediation
Manche denken hierbei zuerst an esoterische Stressbewältigungsprogramme ("Meditation"). Dabei handelt es sich vielmehr um eine wiederentdeckte Methode zur Klärung und Erledigung von Streit- fragen: Konfliktvermittlung.

Mediation (lat. Vermittlung) ist ein außergericht- liches, nicht öffentliches Verfahren konstruktiver Entscheidungsfindung und ggf. Konfliktregelung, bei dem die beteiligten Parteien (z.B. eines Rechtsstreits) mit Unterstützung eines Dritten, des Mediators, einvernehmliche Lösungen suchen, die ihren Bedürfnissen und Interessen dienen. Ziel der Mediation ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung. Das Mediationsverfahren basiert u.a. auf den Erkenntnissen der interdiszi- plinären Konflikt- und Kommunikationswissen- schaft sowie der humanistischen Beratungs- methodik. Die Leitung und Moderation der Mediation (Klärungshilfe und Verhandlungen) wird einer besonders geschulten, unabhängigen und unparteiischen Vermittlungsperson ("Mediator") übertragen. Mediatoren unterstützen die Parteien dabei, die strittigen Themen und Streitpunkte zu identifizieren sowie Lösungsoptionen zu erarbeiten. Sie entscheiden aber nicht in der Sache, nicht "für" oder "über" die Parteien.

Der Streit um die Zitrone
Ein Vater beobachtet, wie sich zwei Geschwister um eine Zitrone streiten. Am Anfang sieht er noch zu, doch als es immer lauter wird, geht er hin und teilt sie gerecht in zwei Hälften. Beide Kinder fangen an zu weinen. Bestürzt fragt er, warum sie mit der gerechten Teilung nicht zufrieden seien. Schluchzend sagt ihm seine Tochter, sie habe die Schale für eine Bastelaufgabe in einem Stück abschälen wollen. Mit der halben Schale könne sie nichts anfangen. Darauf hin grollt ihr Bruder, er habe die Frucht auspressen wollen, um sich ein Glas heiße Zitrone zubereiten zu können. So erkennen beide, dass sie das Ganze hätten haben und zufrieden sein können, wäre nicht der gerechte Vater vorschnell dazwischen gegangen, sondern hätte ihnen geholfen, ihre Wünsche, Bedürfnisse, ihre Interessen auszutauschen.

Die Parteien sollen ihre Lösung oder Regelung selbst finden, damit ihnen nicht eine "Lösung" durch einen Dritten (z.B. das Gericht) auferlegt wird. Dabei stellt sich meistens heraus, dass man das "entweder - oder" überwinden kann und die Parteien - oft sogar über den ursprünglichen Streitgegenstand hinaus - "gewinnen", d.h. eine Lösung oder Regelung finden können, die ihren Interessen gleichermaßen dient (sog. win-win-Lösung). In der Mediation findet keine Rechtsberatung statt. Die Mediatoren sind zu Unparteilichkeit und Neutralität sowie zur Verschwiegenheit verpflichtet.    

Wesentliche Merkmale des Mediationsverfahrens

  • Vermittlung durch unparteiische („neutrale"/ allparteiliche) Dritte. Mediatoren haben keine Entscheidungsgewalt im Hinblick auf den Streit- gegenstand, sie sind weder Richter noch Schlichter;
  • Einbeziehung und direkte Kommunikation aller Konfliktparteien; i.d.R. sind diese anwesend (keine die Parteien ersetzende Vertretung durch Dritte);
  • informelle/außergerichtliche Konfliktbearbeitung, flexible Verfahrensgestaltung;
  • Nicht-Öffentlichkeit und Vertraulichkeit;
  • Autonomie und Freiwilligkeit: die Parteien bestimmen Anfang und Ende der Mediation; der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen;
  • Konsensorientierung: Verzicht auf Machtentscheidungen und einseitige Rechts- durchsetzung;
  • selbstbestimmte, interessensgerechte, ressourcensparende, kostengünstige und zukunftsgerichtete Regelung/Lösung des Konflikts (sog. win-win-Situation).

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SIMK

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