|
Zunächst werden die Parteien über das Mediations- verfahren informiert, die Rahmenbedingungen (z.B.
Vertraulichkeit,
Kommunikationsregeln, ... ) für die Konfliktvermittlung in einer Mediationsvereinbarung fest- gehalten und die weitere Vorgehensweise miteinander abgestimmt. Zu Beginn der zweiten Phase stellen die Parteien ihre Standpunkte und Sichtweisen im Zu- sammenhang dar, so dass die
Themen, Streitpunkte und Konfliktfelder gesammelt und für die weitere Bearbeitung strukturiert werden können. In der "Exploration"
genannten dritten, zeitlich umfang- reichsten Phase wird den Konfliktparteien die Möglichkeit gegeben, ihre Sicht des Konflikts zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Informationen
, Daten und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen
der Parteien vertieft eingegangen und damit der Konflikt umfassend erhellt werden kann. Anschließend werden verschiedene Lösungsoptionen entwickelt, die in den nachfolgenden
Verhandlungen
bewertet. Am Ende steht im Idealfall eine sog. win-win-Lösung, die die Interessen der Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt und mit der alle zufrieden sind. Nur die Ergebnisse, denen alle Beteiligten zustimmen, werden in die verbindliche
Abschlussvereinbarung aufgenommen. Einige Konflikte lassen sich in einer Sitzung mediieren, komplexere Fälle bedürfen ggf. mehrerer Sitzungen.
|